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Was ist ein Break? Der "plumpe" Break...

Den schlimmsten Break, der dir als Aerobic Instructor während deiner Stunden unterkommen kann, bezeichnen wir hier mal salopp als "plumpen" Break.

D.h. die Aerobic-CD ist einfach nicht taktgenau abgemischt - du hast eine Lücke zwischen den Songs anstatt eines fließenden Übergangs, oder irgendwo hat sich der DJ vertan und ein Block hat nur 31 statt 32 Counts (haben wir übrigens schon live bei einem bekannten Aerobic-Musik-Anbieter erlebt - für alle reklamierenden Kunden wurde daraufhin ein neuer, break-freier Mix gratis erstellt!!!)


Der "gewollte" Break...

Nun ja: Gewollt ist er vom Komponisten, da er den Song interessanter machen möchte. Vom Aerobic-Trainer ist er meist ungeliebt...

Normalerweise empfindet das Ohr eines Europäers eine Abfolge von 32 Beats mit darauf folgendem Neustart einer 32-Beat-Folge als harmonisch...

Unsere Choreographien folgen daher immer diesem 32er-Schema, auch als Musikbogen bezeichnet.

Der Komponist kann aber zwischendurch abweichen - im einfachsten Fall durch Ersatz einer 32-Beat-Einheit durch 16 Beats (klassisches Beispiel: Madonna - American Pie) (jaaa, wir wissen, dass das Original nicht von Madonna ist...:-) aber die Madonna Version ist der einzige Aerobic-Klassiker unter all den Interpreten.)

Es gibt aber auch Fälle, wo einfach 4 bzw. 8 Beats ausgelassen oder zusätzlich einfügt wurden...

Hier muss ich wieder ABBA oder auch Michael Jackson zitieren - diese Musik ist deshalb so einprägsam und speziell, weil eben ständig vom "Humpta-Humpta-Rhythmus" abgewichen wird.

Professionelle Aerobic-Musik ist unter anderem deshalb so teuer, weil es extrem aufwändig ist, diese Breaks aus den einzelnen Tracks zu eliminieren, ohne dass sich der Song "falsch" anhört. Außerdem ist eine Veränderung des Songs mit einem enormen Bürokratie-Akt verbunden - daher an dieser Stelle ein wirkliches Dankeschön an die Anbieter von Aerobic-Musik, dass sie dies ermöglichen - vor 10 Jahren sah die Musiklandschaft für Aerobic noch deutlich ärmer aus!

Es gibt sogar Beispiele von professionellen Aerobic-CDs (meist in der Art einer Karnevals-/Deutsche-Schlager-CD), die ganz bewusst den ein oder anderen Break drin lassen (nicht ohne es auf dem Cover zu vermerken!), ganz einfach aus folgendem Grund: JEDER kennt den Song mit dem Break - würde man das ganze auf 32-Beats "glatt"-machen, würde es den Teilnehmer beim Mitsingen/Mitsummen total aus dem Konzept bringen...

Natürlich kann man auch mit sog. "Party-Mixes" aus der Wühltheke eurer CD-Fachhandlung arbeiten, d.h. mit durchgemischten CDs, die eigentlich den Zweck haben, euch bei der nächsten Party die CD-Wechslerei zu ersparen.

Aaaber: Das ist extrem anstrengend, und sehr viel eurer Aufmerksamkeit wird sich der Musik bzw. dem verzweifelten Suchen nach der nächsten "großen Eins" widmen - und diese Energie könnt ihr nicht mehr für eure Teilnehmer aufbringen - daher ein großes "No-No"!

 


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