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About Barbara Raab

Barbara Raab, eine der erfahrensten Ausbilderinnen europaweit:

Auftritte in über 20 Ländern

Mastertrainerin Reebok University

Ausbilderin des Deutschen Fitness und Aerobic-Verbandes

Mitbegründerin der EuroEducation und Euro Convention Deutschland


Barbara Raab

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Interview mit Barbara Raab

Wann und wie fingst Du überhaupt mit Aerobic an?

Für den Beginn mit „Aerobic" war kein einzelnes Erlebnis verantwortlich, das war eine ganz natürliche Entwicklung. Ich habe von klein auf geturnt, Trampolin gesprungen und gerne getanzt und bin so in diese damals neu aufkeimende Sportart quasi hineingewachsen.  Das ist mittlerweile auch schon fast 20 Jahre her.

Hattest oder hast Du ein Vorbild in der Aerobic Szene?

Es gibt einige Leute, deren Arbeit ich bewundere. Hierzu gehören insbesondere diejenigen, die eigene, neue, kreative Konzepte entwickeln und in der Lage sind, diese den Leuten auch verständlich zu vermitteln. Hiervon gibt es nicht allzu viele, ich zähle insbesondere Gabriela Retamar und Guillermo G. Vega aus Argentinien dazu.

Seit wann unterrichtest Du und seit wann bist Du als Presenter bekannt?

Als Trainerin bin ich seit gut 15 Jahren tätig, als Presenterin bekannt seit vielleicht 5, 6 Jahren (abhängig von der Frage, wann man „bekannt" ist. Ich unterstelle jetzt dafür den Zeitpunkt, an dem die ersten Einladungen aus dem Ausland kamen).

Auf der Bühne hast Du sicherlich schon einiges erlebt - was waren Deine besten Momente, was Deine schlimmsten Momente?

Die besten Bühnenmomente sind immer die, wenn man eine große Menge Leute trotz deren unterschiedlicher Fähigkeiten so durch die Stunde gebracht hat, dass sie die Arbeit verstanden haben und am Ende genießen können. Der Applaus und die Reaktionen nach der Stunde sind der Höhepunkt, wobei das auch wieder abhängig von der Mentalität der Landsleute ist.

Schweizer und Österreicher sind äusserst zurückhaltend, die Deutschen, Franzosen, Spanier sind schon ein bisschen gelöster aber völlig außer Rand und Band können die Italiener und Südamerikaner geraten. Ich liebe es dort zu unterrichten!

Der schlimmste Moment eines Presenters ist - neben der Peinlichkeit, eine Choreographie zu vergessen oder einen Aufbaufehler zu begehen - wenn er von der Bühne fällt.

Das alles ist mir - wie fast allen, die oft auf der Bühne stehen - schon passiert, hauptsächlich am Beginn dieser Tätigkeit aus Nervosität.

Auf der Bühne kommt es sehr viel auf Motivationkünste an - Welche Motivation-Tipps könntest Du uns geben?

Wie die Teilnehmer motiviert werden können, hängt von deren Leistungs- und Begeisterungsfähigkeit ab. Da beide sehr unterschiedlich sein können, gibt es kein Rezept für richtige oder gute Motivation. Grundsätzlich sollte der Presenter souverän mit der Situation umgehen, die Leute weder über- noch unterfordern,wozu er über viel Erfahrung und auch Können verfügen muß. Wenn er das in seiner Stunde schafft, hat er eine gute Stimmungsbasis und kann - jeder nach seiner Art - ein Highlight setzen.

Wenn ein Trainer Dir gegenüber den Wunsch äußert Presenter zu werden, welchen Rat würdest Du ihm geben?

Wie gesagt, muß ein guter Presenter die Fähigkeit haben, eine Menge unbekannter, völlig unterschiedlich begabter und vorgebildeter Teilnehmer zufriedenzustellen. Er muß sehr schnell erkennen, ob er sein erarbeitetes Konzept durchsetzen kann, ob er herunterfahren oder gar steigern sollte.

Sowohl die „durchschnittlichen" Fähigkeiten der Teilnehmer zu erkennen als auch das vorbereitete Konzept spontan anzupassen erfordert sehr viel Übung und Erfahrung.

Wer also Presenter werden will, sollte Stunden geben und auftreten wo er kann, er sollte vor allem auch den bereits Erfahrenen zuschauen und versuchen von ihnen zu lernen. Nicht die Fähigkeit, toll zu tanzen macht den Presenter, sondern die Fähigkeit es Leuten innerhalb einer kurzen Frist beizubringen. Für mich sind die besten Presenter, die ausserdem ihre persönliche Natürlichkeit bewahren und die Leidenschaft für das, was sie tun, vermitteln können.

Was unterrichtest Du am liebsten, was am wenigsten gerne?

Ich liebe kreative Sachen, also gilt meine Leidenschaft der Choreographie, egal ob auf dem Step oder dem Boden. Für mich selbst mag ich Fitness Yoga und Pilates-Stunden.

Unbefriedigend empfinde ich ständige Wiederholungen, insbesondere bei vorgefertigten Konzepten die dem Kraft-Ausdauerbereich dienen oder sich an Kampfsportarten anlehnen.

Deine allererste Convention - wie war es?

Die erste Convention war in Köln, ich war schon Wochen vorher aufgeregt und habe die Stunde x-mal geübt. Danach habe ich aber gewusst, dass ich diesen Weg weitergehen möchte.

Jetzt hast Du schon so viele Auftritte auf Conventions gehabt - wirst Du immer noch aufgeregt oder nimmst Du es jetzt ganz locker?

Die Aufregung nimmt ab, aber sie verschwindet nicht, und das ist gut so. Je fremder die Situation, um so größer ist die Anspannung. Die Frage ist immer, welche Leute mit welchen Vorstellungen da sind, ob man sie zufrieden stellen kann oder nicht. Die beste Vorbereitung nützt nichts, wenn die Teilnehmer etwas komplett anderes erwartet haben oder völlig über- oder unterfordert sind. Insofern ist es einfacher, vor vielen Leuten das 10. Mal aufzutreten als vor wenigen das erste Mal. Sehr aufregend sind für mich infolgedessen nach wie vor Auftritte auf großen Veranstaltungen in „neuen" Ländern.

Vielleicht kannst Du uns kurz erzählen, wie und wann das war, als Du die EuroEducation und EuroConvention Deutschland mitgegründet hast?

Solche Conventions zu organisieren hat sich aufgedrängt durch die internationalen Kontakte von Guillermo G. Vega (meinem „Geschäfts"-Partner) und mir. Wir sahen dadurch die Besten fast weltweit, alle waren bereit zu kommen und somit entstand die erste Zusammenkunft.

Die EuroConventions gibt es mittlerweile 8 Jahre, die in Deutschland 7 Jahre, die Teilnehmerzahl ist insbesondere 2003 drastisch gestiegen. 2004 wird sie in 10 europäischen Ländern und der Türkei stattfinden, unsere Entscheidung ausschließlich Spitzenleute einzusetzen wird von den Leuten honoriert.

Die Education ist die logische Fortsetzung unserer Tätigkeit: Wir ermöglichen den Leuten damit, sich von internationalen Spitzentrainern ausbilden zu lassen und nicht darauf angewiesen zu sein, fertige Programme von Hilfskräften vorgesetzt zu bekommen.

Auch die Education hat sich entwickelt. Ein vollwertiges, rundes Programm bieten wir seit ca. 5 Jahren, wir versuchen ständig zu verbessern und zu aktualisieren, 2004 ist uns sehr gut gelungen.

Du hast schon sehr viel erreicht. Was willst Du in den nächsten Jahren noch schaffen, was sind Deine Ziele?

In den nächsten Jahren wird meine Aufgabe sein, die Education im deutschsprachigen Raum fest zu etablieren. In Deutschland, hier wieder besonders im süddeutschen Raum sind wir schon sehr stark. Wir werden 2004 verstärkt im Norden auftreten, wir bauen Österreich mit einer ersten EuroConvention in Wien und einem vollwertigen Ausbildungsprogramm neu auf, in der Schweiz ergänzen wir die bereits vorhandene Präsenz mit der Ausbildung.

Zur Zeit machst Du viel Sport und verdienst damit Deinen Unterhalt - wenn Du aber keinen Unterricht mehr geben könntest, was würdest Du dann machen wollen?

Ich würde meine jetzige Arbeit - die mir unwahrscheinlich viel Freude bereitet, obwohl sie mich zeitlich über die Maßen ausfüllt - fortsetzen und mehr organisatorische Aufgaben übernehmen. Die internationale Arbeit mit unseren Lehrern und Teilnehmern, die vielfältigen Anregungen, Kontakte und auch Freundschaften würde ich nicht aufgeben.

Warum, glaubst Du, bist Du erfolgreich geworden?

Ich bin glücklich - privat und beruflich. Das denke ich, ist der Hauptgrund jedes längerfristigen Erfolges.

Was hast Du für ein Lebensmotto?

Das Leben ist so vielfältig, ich habe kein Motto dafür.

Ich versuche das, was immer ich tue, bewusst und vollständig zu erledigen und vor allem meine Kinder, die Familie und meine Freunde nicht zu stark zu vernachlässigen.

Aerobic Company sagt Danke für dieses Interview.

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