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Die Feldenkrais-Methode

Feldenkrais

 

Die Feldenkrais Methode:

 

- eine Bereicherung für die Wirbelsäulengymnastik

 

- eine Abrundung für die Stretchingphase nach einer schweißtreibenden Aerobic-Stunde

 

- eine Möglichkeit den Kursplan mit Entspannung und gleichzeitiger Bewegungslehre zu füllen,

 

also auf jeden Fall eine in die Fitnesswelt integrierbare Methode!

 

 

 

Die Feldenkrais-Übungen wurden in den 30er Jahren von dem sportlich aktiven Physiker Moshé Feldenkrais (1904 - 1984) entwickelt, nachdem er nach einer Sportverletzung erkannte, das er durch Abwandlung seiner eingefahrenen Bewegungsmuster seinen Beschwerden entgegenwirken konnte.

 

Ziel der verschiedenen Feldenkrais-Übungen ist vor allem Bewusstheit durch Bewegung, sowie ein neues Selbstbild über die körperliche und psychische Haltung zu erlangen.

 

Hierzu seien nur ein paar Übungen erwähnt, welche das Prinzip von Feldenkrais sehr gut erklären:

 

 Aufmerksamkeit auf eingefahrene Bewegungsmuster lenken:

 

- die Hände falten - welcher Daumen welcher Hand ist oben? Hand wechseln und Unterschied erfühlen.

 

- Arme vor dem Körper verschränken - welche Arm ist oben? Wechseln, Unterschied erfühlen.

 

- Arme zur Seite auf Schulterhöhe ausstrecken (nur die Arme) - 99% der Teilnehmer werden auch die Hände und Finger in Verlängerung der Arme ausstrecken - warum nicht die Hände einfach nach unten hängen lassen?

 

- Schneidersitz - welches Bein ist oben? Wechseln, Unterschied erfühlen.

 

Ein kleines AHA-Erlebnis ist hier garantiert!

 

 “Feldenkrais-Uhr” im Lendenwirbel- und Beckenbereich:

 

Die Ausführung dieser Übung erfolgt im Liegen mit aufgestellten Beinen:

 

nach einer eingeleiteten Entspannung lenkt der Kursleiter die Aufmerksamkeit auf den Beckenbereich und gibt Anregungen für die Bewegung und die Beobachtung.

 

Hierbei sollen Begrenzungen und Blockierungen der Bewegung erkannt, gespürt werden und versucht werden diese zu einer fließenden Bewegung abzuwandeln.

 

Variation zu diesem Beispiel wäre z.B. die Uhr im Bereich des oberen Kreuzes (Nacken/Schulterblätter) oder des obersten Kreuzes (Halswirbelsäule/Kopf).

 

Textbeispiel für “Feldenkrais-Uhr” im Lendenwirbel- und Beckenbereich:

 

“Stelle Dir vor, Du liegst mit Deinem Becken auf einem großen Ziffernblatt.

 

Wenn Du Dein Becken in Richtung Füße schiebst, liegt das Becken auf 6 Uhr, wenn Du es Richtung Kopf schiebst, liegt es auf 12 Uhr.

 

Bewege nun Dein Becken langsam von 6 Uhr nach 12 Uhr und wieder zurück.

 

Erspüre die unterschiedliche Auflagefläche Deines Beckens. Vielleicht spürst Du wie sich Deine Wirbelsäule, Deine Rückenauflage Deiner Bewegung anpasst.”

 

Pause für alleiniges Üben der Teilnehmer...

 

“Halte nun in Deiner Bewegung inne, strecke Dich aus, ruhe Dich aus und spüre nach, was Du in Deinem Körper spürst.”

 

Pause für Nachspüren...

 

“Nimm wieder die Übungshaltung ein, stelle Deine Füße auf und stell Dir wieder das Ziffernblatt vor.

 

Wandere wieder langsam mit Deinem Becken von 6 auf 12 Uhr und wieder zurück.”

 

kurze Pause...

 

“Lasse nun Dein Becken von 3 Uhr nach 9 Uhr rollen, spüre wieder der unterschiedlichen Auflagefläche Deines Körpers nach.”

 

Pause für Nachspüren...

 

“Wandere nun mit Deinem Becken auf dem Ziffernblatt langsam von 12 Uhr über 1 Uhr und so weiter fort, in Uhrzeigerrichtung bis Du wieder bei 12 Uhr angekommen bist. Und gehe dann auf gleichem Wege langsam wieder zurück.”

 

Pause für alleiniges Üben...

 

“Strecke Dich wieder aus, entspanne Deinen Körper und spüre der Bewegung nach. Erspüre Deine Auflagefläche.”....

 

 

 

 

 

Bei dieser Übung sollte es zu keiner muskulären Ermüdung kommen.

 

Es geht hierbei nicht um Leistung sondern um Aufmerksamkeit und Erspüren. Aus methodischen Gründen sollte den Teilnehmern viel Zeit zum Ausprobieren und Beobachten gegeben werden, damit sie eigenständig eventuelle Blockierungen in den Bewegungen lösen können.

 

Die Wiederholungen jeder einzelnen Bewegung sollten Anfangs so um die 10 sein, bei weiteren Einheiten können diese bis auf 25 Wiederholungen gesteigert werden.

 

Im Anschluss an eine Feldenkrais-Übungseinheit könnte man z.B. sehr gut zu Atemübungen übergehen. Genauso lassen sich die bereits unter Teil 4 erwähnten Atemübungen gut als Einleitung zu Feldenkrais-Übungen nutzen.

 

Hierbei erfolgt die Ansage durch die Kursleiterin in ruhigem Ton. Wichtig ist außerdem den Teilnehmern genügend Pause zu lassen um jeder einzelnen Übung nachzufühlen.

 

Weitere Quellen zu diesem Thema:

 

“Bewusstheit durch Bewegung” Suhrkamp, 1996

 

(theoretische Grundlagen + praktische Lektionen mit ausführlichen Übungstexten)

 

“Die Feldenkrais Methode in Aktion. Eine ganzheitliche Bewegungslehre“,

 

Paderborn 2000

 

“Beweglich sein - ein Leben lang. Die heilsame Wirkung körperlicher Bewusstheit”, München 1998 von Thomas Hanna

 

„Feldenkrais im Überblick. Beiträge bekannter Feldenkrais Lehrer“ von Roger Russell, Karlsfeld, 1999

 

 

 

Quellen im Internet:

 

www.feldenkreis.ch

 

www.feldenkrais-efu.net/feldenkrais.html

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