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About Jackie Mills

IN BALANCE -Ein Interview mit der Chefchoreografin von BODYBALANCE, Dr. Jackie Mills

Als wesentliches Mitglied des Entwicklungsteams von BODYBALANCE hat Jackie Mills ein starkes persönliches Interesse an diesem Programm. Ihr arbeitsreicher Lebensstil schreit nach einer Dosis Ruhe und Ausgeglichenheit. Jackie ist nicht nur Mittelpunkt der Programm-Entwicklung und National- Master- Trainerin für Les Mills; sie ist auch praktizierende Familien-Ärztin.

Ihre Arbeit als Aerobic-Trainer führte sie mit Phillip Mills zusammen, mit dem sie fortan an der Einführung der Les Mills Trainingsprogramme in Neuseeland arbeitete. Schließlich heirateten beide und betrieben zwei Jahre ein Fitness-Studio in Sydney, bevor sie nach Auckland zurück gingen und Jackie ihr Medizinstudium begann.

Der Erfolg von BODYBALANCE ist unter anderem auf den wesentlichen Einfluss von Molly Fox zurück zu führen, die das Programm mit Elementen von Tai Chi, Pilates und Feldenkrais anreicherte.

 

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Interview mit Jackie Mills

Was ist Ihrer Meinung der Grund für das unglaubliche Wachstum von BODYBALANCE?

Ich denke der Lebensstil vieler Menschen ist so schnell geworden, dass sie nach Wegen suchen, Training und Stressabbau zu kombinieren. Einige Leute in der Fitness Industrie haben diesen Trend früh erkannt und Lösungen gesucht. Leute wie Baron Baptiste, der Power Yoga eingeführt hat, bediente sich einer alten Disziplin und entwickelte etwas, das den Bedürfnissen der New Age-Generation entspricht.

Unsere Antwort auf die New Age-Anforderungen bedient sich Yoga, Pilates und Tai Chi und formt daraus ein ergebnis-orientiertes Training zur Musik. Wir haben eine Formel entwickelt, die funktioniert und von den Menschen angenommen wird. Sie mögen die Erfahrung von Körper-und-Geist und dass sie schnell Ergebnisse erzielen. Menschen können sich freier und mit einem größerem Spielraum bewegen.

Wie waren die Anfänge von BODYBALANCE?

Über 20 Jahre hatten wir verschiedene Yoga Kurse bei Les Mills. Anfang 1980 entwickelten wir einen Yoga-Musik-Kurs „Jazz Yoga“. Später entstanden vorchoreographierte Yoga Kurse ohne Musik mit Hilfe von Neuseelands Guru Mande White.

Phillip, Molly Fox und ich starteten 1997 mit BODYBALANCE als neuen Yoga-Musik-Kurs. Wir versuchten, unterschiedliche Musik zu einzelnen Yoga-Bereichen wie Sonnengruß, Beinstärkung und Balance zu kombinieren, um so spezifische Nutzen zu erhalten. Wir definierten Gruppen, die wir bearbeiten wollten und reicherten die Übungen mit Musik an, gewünschte Ergebnisse zu erzielen.

Dann holten wir Fachleute anderer Disziplinen, wie die Neuseeländer Mandy White und Rob Richards, die Australierin Liz Marcus oder die Engländerin Liz Bussy mit ins Boot und ergänzten das BODYBALANCE Programm. Schnell fügten wir Pilates hinzu, weil es der beste Weg der Technikstärkung ist. Dann brachten wir Tai Chi zur Stärkung der Energiebahnen und des Körper-und-Geistes mit ein. Unser permanentes Ziel ist die Vielschichtigkeit des Programms, um den maximalen Nutzen für Körper-und-Geist zu erreichen.

Wie entscheidest Du, welche Disziplinen integriert werden sollten?

Unsere Aufmerksamkeit richtete sich auf die Disziplinen, die den positivsten Effekt auf BODYBALANCE haben. Wir benötigten die Multidimensionalität von Tai Chi, den Technik stärkenden Focus von Pilates und natürlich die Vorteil anderer Disziplinen wie Feldenkrais, Ballet, Alexander Technik usw. Yoga ist zu zweidimensional, Du bewegst dich immer nur in Linien und Ebenen. Während Tai Chi viel kreisförmiger ist und eine größere Reihe an Bewegungen bietet. Pilates ist der effektivste Weg zur Technikstärkung.

Verwässert es nicht den Effekt dieser Disziplinen, wenn man sie so vermischt?

Puristen behaupten das vielleicht, aber wir glauben daran, dass mit BODYBALANCE das Ganze größer ist, als die Summe der einzelnen Bereiche. Außerdem haben wir die Body-and-Mind- Übungen viel zugänglicher für die breite Öffentlichkeit gemacht und Teilnehmer in die Kurse geholt, die es sonst womöglich nie probiert hätten. Wir haben einige Übungen der Yoga, die Schmerzen verursachen weggelassen und das Risiko der Instabilität durch die Verkürzung der Dehnungszeiten ausgeschlossen. Außerdem haben wir Tai Chi sehr einfach gehalten, so dass jeder Spaß an den fließenden Bewegungen hat.

Natürlich verwenden wir eine Musik, die das großartige Körper-und-Geist-Erlebnis steigert.

Menschen probieren BODYBALANCE einfach aus, spüren den Nutzen, kriegen den Yoga-Kick und sagen: „Ist es nicht großartig, das wir ein bisschen Musik mit allen Yoga Vorteilen in einem Kurs haben.“. Ein Mann, der 35 Jahre Yoga gemacht hat, kam einmal zu meinem Kurs und sagte, er werde nie wieder Yoga machen. Er sagte, dass wir den Kurs richtig machen und ihm alles geben, was er braucht.

Das gleiche ist es mit Tai Chi. Wenn wir BODYBALANCE asiatischen Menschen zeigen, lieben sie es. Sie kennen Tai Chi, aber sie wollen es zu Musik machen; es soll ein modernes Lebensgefühl ausstrahlen. Sie wollen es nicht wie ihre Großeltern ausüben. Sie mögen Tai Chi in der Form, wie BODYBALANCE es vermittelt.

Wie hat sich BODYBALANCE entwickelt, seit es eingeführt wurde?

Die Schweden hatten einen großen Einfluss darauf, wo wir jetzt mit unserem Programm sind. Sie sagten ganz klar, dass die ergebnis-orientierten Übungen das sind, was die Les Mills- Programme auszeichnet. Das brachte mich dazu, mehr Athletik in BODYBALANCE einzubringen – eine leichte choreographischen Änderung, die aber einen großen körperlichen Effekt hatte. Der Körper-und-Geist-Aspekt kommt meiner Meinung nach durch die Sportlichkeit des Programms, in Kombination mit der Atmung und Konzentration. Das Programm verändert die Körperform der Menschen.

Außerdem haben wir eine neue Formel für die Musik. Jeder Bereich hat seinen eigenen einzigartigen Stil und Gefühlskontrast, was ebenfalls eine große Rolle, um Höhen und Tiefen zu erreichen.

Warum denkst Du hat BODYBALANCE eine so große Wirkung?

Weil es einerseits den Geist entspannt, den Körper zentriert und für das „Hier und Jetzt“-Gefühl sorgt. Besser als die ganze Zeit zu hetzen, ohne auf den Körper zu achten. Es bekämpft den Stress und entspannt den Geist. Es lässt einen runter kommen, wissend, dass es sich mit Körper und Geist im Einklang besser leben lässt. Wir haben eine größere Verbindung und Kommunikation zu anderen Menschen, wenn wir entspannter sind.

Wie angesagt ist BODYBALANCE bei Männern?

Immer mehr Männer nehmen an Kursen wie BODYBALANCE teil. Schon immer haben Männer an Yoga-Kursen teilgenommen. Aber jetzt kommen sogar Rugby-Spieler und Machos in die Kurse. Männer brauchen Vorteile wie Stretching, Stabilität und Stärkung genauso wie Frauen. Sie fühlen sich gut, wenn sie an den Kursen teilgenommen haben. Bei manchen meiner Kurse nehmen so viele Männer wie Frauen teil.

Wie kannst Du sicherstellen, dass Eure Trainer in der ganzen Welt BODYBALANCE so trainieren, wie Du es willst?

Das gewährleisten wir mit unserem vorchoreografierten System, durch Ausbildung der Trainer, Zertifizierung und kontinuierlicher Weiterbildung. Ich denke BODYBALANCE-Trainer haben einen aufregenden Job. Sie haben ein komplett vielseitiges Übungsprogramm und verschiedene Wege der Weiterbildung und Verbindung mit ihren Klassen. Das Programm ist den Teilnehmer gewidmet und die BODYBALANCE Kurse, die ich auf der ganzen Welt gesehen habe, sind phänomenal.

Außerdem bringt jeder Trainer seine eigene Persönlichkeit mit ein. Unsere Trainer vermitteln ihre ganz persönlichen Body-and-Mind–Erfahrungen, wodurch die Kursteilnehmer ihre eigenen Erlebnisse haben.

Es scheint, dass Du drei Karrieren auf einmal machst, als Ärztin, Fitness-Profi und Mutter? Wie hat Dein eigener Lebensstil Deine Arbeit an BODYBALANCE beeinflusst?

Ich habe schon lange Zeit Yoga und Meditation gemacht. Jetzt habe ich dies reduziert und mache dafür viel mehr BODYBALANCE. Es ist schön zu erleben, wie viel Nutzen ich aus dieser Körper-und-Geist-Arbeit ziehe. Es ist einfach fantastisch, dieses Programm an die Leute zu bringen und es zu verkaufen. Es gibt wirklich Kraft. Ich habe ein arbeitsreiches Leben und BODYBALANCE gehört dazu.

Ein anderer Aspekt ist der Anti-Aging-Effekt. BODYBALANCE lässt mich jünger und besser fühlen. Ich kann auf der Straße laufen oder Gewichte stemmen. Mit BODYBALANCE fühle ich mich leichter und agiler, und das braucht man im mittleren Alter.

Welche Rolle hat Dein Mann Phillip bei der Arbeit an BODYBALANCE gespielt?

Phillip hatte einen großen Einfluss auf BODYBALANCE. Viel größer als an allen anderen sechs Les Mills- Programmen. Er hat gemeinsam mit mir gearbeitet. Wenn ich eine andere Meinung brauchte, war er die erste Person, die ich fragte. Er hat beispielsweise die meisten Musikstücke für BODYBALANCE ausgesucht. Er hat einfach ein unglaubliches Gefühl dafür, ob die Stücke passen oder nicht. Ich vertraue ihm voll und ganz. Er ist der Grund, warum all unsere Programme so erfolgreich sind.

Was ist die Zukunft von BODYBALANCE?

Es gibt noch so viele interessante und verschiedene Aufgaben zu tun. Bei BODYPUMP beispielsweise kann man einen Bizeps Curl in ganz verschiedenen Stellungen und Ausführungen machen. Ich kann die Musik nehmen und damit nach Gefühl arbeiten. Es gibt so viele Möglichkeiten. Je mehr ich über jede Disziplin lerne, umso mehr sehe ich, wie ich das Programm noch verbessern kann.

Die Formel wird grundsätzlich beibehalten, weil wir daran glauben, die richtige Intensität zu haben. Ich denke nicht, dass wir härter werden, aber auch nicht sanfter. Als wir das Programm athletischer machten, stieg beispielsweise die Popularität.

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