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About José Martinez

José Martinez, Internationaler Presenter, Erfinder von Dance Reggae,

Ausbilder und Presenter für DTB Akademie, Tanzlehrer, Choreograph,

Diplom Tänzer (u.a. Ballet Tropicana, Kuba & Dom.Rep.)


José Martinez

José Martinez


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Interview mit José Martinez

Wie und wann bist Du zum ersten Mal in die "Tanz-Welt" geraten?

Ich hatte schon sehr früh das Glück mich der Tanzkunst widmen zu können. Bereits im Alter von 10 Jahren nahm ich an Salsa-Wettbewerben teil. Ich studierte „Nationalen Tanz“ an der Akademie der kubanischen Choreographin Norma Garcia, die in Kuba unter anderem für die bekannte Show „Tropicana“ und das kubanische Staatsballett tätig war. Es folgten verschiedene Engagements in Tanzgruppen und Shows. 1999 kam ich nach Deutschland und bin seither im Bereich Fitness und Tanz tätig. Ich freue mich jeden Tag allen Teilnehmern meiner Kurse ein Stück meiner Leidenschaft zu vermitteln und sie für die Welt der Tanzkunst zu begeistern.

Wann war dann Dein "erstes Mal" im Aerobic-Kursraum?>

Das „erste Mal“ war 1995 in der Dominikanischen Republik. Ich wollte im Hotel eine Aerobic Stunde anschauen. Auf einmal sagte die Trainerin: „Ladies, wir haben den Choreographen vom Hotel dabei und das heißt, wir können etwas Schweres  machen.“ Die ersten zehn Minuten war ich etwas durcheinander: es ging hin und her, nach vorne und zurück. Aber… auf einmal klappte es.

Wann bist Du zum "Presenter" aufgestiegen?

Ich bin im Jahr 2004 zum Presenter aufgestiegen. Eigentlich ging alles sehr schnell. Tom Woll nahm mich auf die Stuttgarter Aerobic Convention mit. Hier war ich mit ihm das erste Mal auf der Bühne. Es folgten weitere „Auftritte“ und wir unterrichteten immer häufiger als „Dream-Teaching-Team“. Es machte richtig viel Spaß und ich sage noch einmal: „Danke, Tom!“. So habe ich sehr viele Erfahrungen gesammelt und die Leute haben mich kennen gelernt. Danach startete ich mit eigenen, kleineren Tages-Workshops im Raum Stuttgart. Meine erste große „eigene“ Convention war in Berlin: das Internationale Deutsche Turnfest. Das werde ich nie vergessen…. Ein tolles Erlebnis.

Wie bereitest Du Dich auf Deine Convention-Auftritte vor?

Ich arbeite täglich an neuen Ideen. Immer wenn ich Musik höre entwickle ich Choreographien. Während meiner festen Stunden im Studio setze ich diese um. Für die Conventions verfeinere ich diese und halte mir immer ein Türchen offen. Jede Gruppe ist anders und ich stelle mich immer spontan auf die Gruppe ein. Ganz wichtig ist mir dann kurz vor meinem Auftritt am „Ort des Geschehens“ der Kontakt zu den Teilnehmern. Es ist ein gutes Gefühl, mit den Leuten persönlich zu quatschen oder einfach nur „Hallo“ zu sagen. Diese Kommunikation gibt mir oft noch neue Choreographie-Ideen. Witzig, oder?

Hast Du ein Vorbild?

Wenn ich über meine Vorbilder spreche, dann gibt es zwei: Tom Woll und Julian Crespo. Die beiden haben mir sehr viel geholfen und sind menschlich einfach unschlagbar.

Gracias Muchachos!!!! 

Was war bisher Dein schlimmstes Erlebnis in Deiner Presenter-Laufbahn?

Bis jetzt hatte ich keine. Vielleicht kommen noch welche…. Im Grunde genommen ist das immer auch eine Einstellungssache. Wir sind Menschen, die live arbeiten und es läuft nicht immer alles perfekt. Aber mit einer lebensfrohen Art und einem Lächeln auf den Lippen kann man alles viel gelassener sehen. Das merken die Teilnehmer und sind einfach nur COOL.

Was war Dein bestes Erlebnis in Deiner Presenter-Laufbahn?

Das war meine Latin-House-Stunde in der Ukraine auf der Nike Convention. Da waren 850 Leute in meinem Kurs. Es war das erste Mal für mich auf dieser Convention und die Leute hatten mich nur über ein Passbild gekannt. Ich habe sie freundlich vor der Stunde mit „Good Morning“ begrüßt und sie haben dann als ich auf der Bühne war fünf Minuten nur geklatscht. Es war unglaublich. Nach der Latin-House-Stunde musste ich ca. eine halbe Stunde Autogramme schreiben. Es war einfach fantastisch. Ich habe mich wie ein Popstar gefühlt.

Siehst Du Dich in erster Linie als Tänzer oder als "Animateur"?

Ich sage es immer wieder: Tanzen habe ich gelernt und ich bin sicher somit auch ein Tänzer. Aber diejenigen, die für andere Menschen arbeiten - so wie die Presenter es tun - müssen den Animateur in sich haben. Es gehört für mich beides zusammen. Tänzer, die andere nicht motivieren können und nicht auch ab zu etwas durchgeknallt sind, können nicht als Presenter arbeiten und diejenigen, die zwar lustig sind, aber sich nicht bewegen können, haben auch keine Chance. Wir sind alle Tänzer und Animateur - das ist die perfekte Mischung.

Was bedeutet "Dance Reggae" für Dich?

Das ist für mich Leben, Kultur und die Lust anderer Kulturen und anderer Menschen, sich mit dem Tanzen zu identifizieren und sich auszudrücken. Es macht einfach Spaß und ist für jedermann. Immer wenn ich Dance Reggae unterrichte ernte ich lächelnde Gesichter. Das ist besser als alles andere.

Wenn Du die Wahl hättest - würdest Du in Deinem Leben genau den gleichen Weg wieder gehen?

Ja - das würde ich. Natürlich darf man nicht vergessen, dass dieser Job sehr hart ist und man nicht einfach so ein Presenter wird. Es steckt viel harte Arbeit und Disziplin dahinter und das verkennen viele. Man wird in der „soliden deutschen Welt“ gerne auch belächelt. Die Vorstellungskraft, was der Beruf eigentlich bedeutet und was dahinter steckt, fehlt vielen. Ein bisschen „solide“ Ausbildung hat noch niemandem geschadet und das würde ich vielleicht noch nachholen wollen. Aber… ich kann von Herzen sagen, dass ich meinen Job liebe und ich gerne das Lächeln auf das Gesicht meiner Teilnehmer zaubere. 

Was möchtest Du noch erreichen?

Ich bin mit dem bisher Erreichten schon sehr zufrieden. Ich wünsche mir gesund zu bleiben und den Teilnehmern meiner Stunden weiterhin schöne Conventions und Workshops zu schenken. Langfristig möchte ich mich stärker auf den Ausbildungsbereich konzentrieren, um all meine Erfahrungen an andere weiterzugeben.

Welchen Ratschlag gibst Du am meisten an Deine "Schüler" für deren Erfolg in der "Aerobic-Welt" weiter?

Zu meinen Schülern sage ich immer: Praxis, Praxis, Praxis. Genießt die Musik und fühlt die Bewegungen. Habt keine Scheu euch zu bewegen und geht aus euch heraus. So entwickelt man seinen individuellen Stil. Einen besseren Ratschlag habe ich nicht. Übung macht den Meister - das stimmt in allen Lebensbereichen.

Was ist Dein Lebensmotto?

Was du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Bleib authentisch!!!

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