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About Nele Brückmann

Nele Brückmann aus Hamburg

Tanzpädagogin, Ex-Dollhouse-Girl,

studiert Psychologie,

unterrichtet u.a. im Hamburger Fitness-Studio Kaifu Lodge „Dance’n Strip“,

Inhaberin von Dance’n Strip Deutschland in Hamburg,

Ausbilderin für Dance’n Strip-TrainerInnen

www.dance-n-strip.de


Nele Brückmann

Nele Brückmann (Dance'n Strip)

Nele Brückmann


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Interview mit Nele Brückmann (Dance'n Strip)

Was war zu erst da? Die Ausbildung zur Tanzpädagogin oder das Dollhouse-Girl?

Zuerst habe ich mit der dreijährigen Tanzausbildung begonnen, das war 1996. Nach meinem zweiten Kreuzbandriss und einer verletzungsbedingten Pause habe ich dann parallel im Dollhouse angefangen. Nach sechs Jahren habe ich dann aufgehört - unterrichte aber heute noch von Zeit zu Zeit die Mädels vom Kiez.

Wie kam dann das Interesse Psychologie zu studieren?

Das Interesse für Psychologie war schon immer da. Ich wollte schon immer beides machen: vormittags Patienten betreuen und nachmittags unterrichten - daran hat sich bis heute nichts geändert. Es ist gut, einen Ausgleich zu haben zwischen Kopf- und Beinarbeit! Ich bin gerade mit einigen Diplomprüfungen beschäftigt und werde Mitte 2007 hoffentlich fertig sein.

Wie und wann wurde das Konzept Deiner Dance'n Strip-Kurse geboren? Kam Deine Inspiration von Jeffrey Costa (Erfinder des Cardio Striptease)?

Ich habe lange überlegt, ob man nicht so etwas unterrichten kann - denn die Striptease-Bewegungen machen wirklich wahnsinnig Spaß! Als ich einen Bericht über das Konzept von Jeff Costa gesehen habe, war ich sehr enttäuscht: Das hatte mit den wirklichen Striptease-Bewegungen überhaupt nichts zu tun! Viele versuchen mit Striptease einfach nur Geld zu machen und haben von der Materie keine Ahnung. "Dance ´n Strip" ist - sofern ich weiß - weltweit das einzige Konzept, welches wirklich eine fundierte Mischung aus originalen Striptease-Bewegungen und klassischen Jazztechniken ist. Den ersten Kurs (da habe ich noch viel improvisiert - so ein Konzept braucht ja auch Zeit, bis es fertig ist) habe ich im Januar 2003 in der Kaifu Lodge gegeben. Das Konzept als solches ist seit August 2004 fertig - wird aber ständig noch verfeinert. Da bin ich eben ganz Tanzpädagogin und Perfektionistin: mir ist es sehr wichtig, den Trainern und Trainerinnen eine gute, fundierte und qualitativ hochwertige Ausbildung bieten zu können. Es ist schwer, in kurzer Zeit viel Stoff zu vermitteln - gerade Tanzen braucht Zeit, Geduld und vor allem viel, viel Übung!


Dance'n Strip Aerobic Striptease



Dance'n Strip


Wann hast du Dance'n Strip Deutschland gegründet?

Dance ´n Strip Deutschland habe ich dann im Dezember 2003 gegründet. Ursprünglich dachte ich, dass Dance ´n Strip für einen Sommer mal ganz witzig ist. Schnell kamen aber die Nachfragen aus ganz Deutschland und dann auch aus Österreich und der Schweiz. Ich denke, dass liegt daran, dass meine Kompetenz in beiden "Bewegungsformen" zuhause ist. Dance ´n Strip ist wirklich ein ausgefeiltes Konzept, welches eben wirklich authentische und reelle Striptease-Bewegungen mit den typischen Jazztechniken (Kontraktion, Verschraubung, Isolation etc.) verbindet.

Die Neugier und die immer größer werdende Aufgeschlossenheit der heutigen Gesellschaft scheinen ein breites Publikum für "andere Workouts" in den Kursräumen zu bieten... In welchen Städten Deutschlands ist das Interesse an Deinen Workshops am größten? Hamburg ist natürlich schon sehr offen dafür. Hier werden z.B. sechs Kurse wöchentlich unterrichtet - Tendenz steigend. Aber auch in Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, Dortmund, Frankfurt, Zürich, München, etc. ist die Nachfrage sehr groß. Es gibt einfach noch viel zu wenige TrainerInnen! Die Jobchancen sind aber wahnsinnig gut! Man muss allgemein leider gegen einige Vorurteile kämpfen, dass man sich nicht auszieht etc... Bei den ganzen Box-Workouts schlagen sich die Teilnehmer ja im Aerobic-Raum auch nicht gegenseitig! Genauso werden auch beim Dance ´n Strip nur die typischen Posings getanzt. Aber Menschen sind eben so und es ist ja auch ein spannendes Thema... :-)

Was sollte Deiner Meinung nach ein/e angehende/r Dance'n-Strip-Trainer/In an Eigenschaften mitbringen?

Er/sie sollte schon etwas Erfahrung im Tanz haben (z.B. Jazz, HipHop, Standard/Latein, ...). Ich merke bei den Ausbildungen oft, wie steif und hart manche Aerobic-TrainerInnen sind. Es ist manchmal schwierig, dann ein Tanzgefühl und einen Ausdruck zu vermitteln. Tanzen ist nicht eine Bewegung pro Count - Tanzen ist ein Gefühl, eine ständige Bewegung. Tanzen ist Ausdruck und kennt verschiedene Dynamiken - nicht nur Anspannung und Pulsfrequenz!

Die Nachfrage besteht ja überwiegend aus weiblichen Teilnehmern. Gibt es bereits männliche Dance'n-Strip-Trainer?

Nein, bis jetzt noch nicht. Ich warte ja darauf, dass so ein gut gebauter Trainer die Ausbildung macht und den Mädels dann mal richtig zeigt, wie man mit dem Po wackelt... :-) Das wäre phantastisch!

Du warst ja schon auf der Convention von Birte Tela (aim)... Wann war das? Wie war Dein Eindruck? Wie fühltest du dich auf der "Bühne"? Wie kam Dein Workshop bei den Teilnehmern an?

Die aim war im August 2004. Wie mein Special ankam - da müssen eher die Teilnehmer gefragt werden. Ich war anfangs natürlich aufgeregt, die Anlage hat gesponnen, die Akustik war nicht so gut - aber ich habe mich auf der Bühne sehr wohl gefühlt. Ich finde es toll, Menschen an ihre (Bewegungs-)Grenzen zu bringen und ihnen einen Weg zu zeigen, wie man sich noch bewegen kann. Mir macht es Spaß, Menschen zu begeistern. Jede Stunde ist eigentlich eine kleine Ausbildung. Da finden sich meine tanzpädagogischen Wurzeln wieder. Es ist natürlich schwierig, ein völlig neues Konzept - besonders wenn es auf klassischem Jazz basiert - an Aerobic-TrainerInnen zu bringen. Mein Eindruck war aber gut und ich habe viele positive Rückmeldungen bekommen.

Gab es einen Unterschied zwischen Deinen Workshops in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland?

Es gibt auch regionale Unterschiede innerhalb von Deutschland! Ich finde es immer ganz spannend, wer dann im Endeffekt vor mir steht! Man kann das aber nicht pauschalisieren. Das hängt auch immer davon ab, in welcher Zeitschrift gerade ein Artikel erschienen ist. Das ändert sich auch durchaus innerhalb einer Stadt. Die Teilnehmer sind von 15 bis 57 Jahre alt! Wirklich völlig unterschiedlich!

Unterrichtest du außer diesem Kursprofil noch andere Kurse in Fitness-Studios?

Ich unterrichte klassischen Jazz, ganz viel Dance ´n Strip (komme da kaum hinterher) und auch mein neues Konzept: Coyote Dance. Coyote Dance vereint HipHop mit GoGo-Dance und Coyote-Moves. Das ist härter, mehr nach außen gerichtet, mit Sprüngen und viel Schweiß. Ganz anders, aber auch ganz toll (www.coyote-dance.de)! ...Andere Stunden unterrichte ich nur ersatzweise. Ich habe mit dem Studium, den bisherigen Stunden und dem Office schon ausreichend zu tun :-)

Was möchtest du noch in naher Zukunft erreichen?

Ich lasse es auf mich zukommen. Natürlich habe ich den Ehrgeiz, dass es genauso erfolgreich weitergeht, wie es angefangen hat. Ich habe drei Jahre an dem Dance ´n Strip-Konzept gearbeitet, es ständig verbessert und verfeinert. Ein Konzept entwickelt sich ja auch mit den Teilnehmern. Und inzwischen ist es mir echt ans Herz gewachsen! Es ist auch wirklich einzigartig und toll geworden - ich bin da schon ein wenig stolz drauf! Und es macht immer noch einfach tierischen Spaß - oder wie es eine Trainerin ausgedrückt hat: "das ist für mich das absolut geilste, was ich bis jetzt mit Tanz gemacht habe!".

Wie lautet Dein Lebensmotto?

Ich bin ein Praktiker: "Geht nicht - gibt´s nicht!"

1000 Dank für dieses Interview sagt die Aerobic Company! Viel Erfolg weiterhin!

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