Eine super spannende Schneidetechnik:
Hast du 4 bilaterale Einheiten, seien es 4 x 32 oder 4 x 16 - normalerweise ist ein Schnitt hier unmöglich, da du immer auf rechts landen würdest.
Ergo: Umgekehrt schneiden - ein Beispiel:
A - A - B - B - C - C - D - D (alle Einheiten bilateral)
wird durch den Reverse-Schnitt zu:
A - B - C - D - D - C - B - A usw.
Betrachten wir das näher:
A beginnt rechts (führt zu links)
B beginnt links (führt zu rechts)
C beginnt rechts (führt zu links)
D beginnt links (führt zu rechts)
(würden wir konventionell schneiden, käme jetzt wieder A auf rechts, was zu einer asymmetrischen Choreographie führen würde)
Jetzt beginnt aber alles in der umgekehrten Reihenfolge:
D beginnt rechts (führt zu links)
C beginnt links (führt zu rechts)
B beginnt rechts (führt zu links)
A beginnt links (führt zu rechts)
Wenn man obige Einheiten zu einer Bilanz zusammenführt, haben wir jede einzelne Einheit balanciert sowohl auf Rechts als auch auf Links ausgeführt.
Bei dieser Schneidetechnik ist ein besonderes Augenmerk auf die Übergänge zu richten, d.h. während des Aufbaus tauchen nur "aufsteigende" Übergänge von A nach B, von B nach C etc. auf. Durch den Schnitt müssen plötzlich auch die Übergänge in "absteigender Richtung" harmonisch sein.
Dies macht die Stunde sehr spannend, da nach dem Schnitt neue Übergänge entstehen, die vorher nicht geübt wurden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass der Instructor sich vorher Gedanken gemacht hat, ob dieser Schritt-Übergang überhaupt geht. |