"Sie sind nicht krank - Sie sind durstig" - so lautet der Titel eines Fachbuchs über die Wichtigkeit von ausreichender Wasserzufuhr.
Unser Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser. Es ist als Lösungs- und Transportmittel und zur Regulation der Körpertemperatur für uns unerlässlich.
Der Körper verliert über die Haut, die Nieren und die Lunge permanent Wasser, so dass ein Ausgleich über die Aufnahme von Flüssigkeit erfolgen muss.
Wieviel soll ich trinken?
Die DGE empfiehlt für Erwachsene zwischen 25 und 51 Jahren eine Flüssigkeitszufuhr von 35 ml/kg Körpergewicht. Für eine 60 kg schwere Frau ergibt sich also eine Zufuhrempfehlung von 2,1 l pro Tag. In der festen Nahrung, die wir pro Tag zu uns nehmen, befinden sich im Durchschnitt noch einmal ca. 900 ml Wasser. Zusätzlich entsteht im Stoffwechsel Oxidationswasser in einer Menge von ca. 300 ml pro Tag.
Der Flüssigkeitsbedarf kann durch körperliche Anstrengung, Hitze, hohen Kochsalz- und Proteinkonsum sowie Fieber, Erbrechen und Durchfall um ein Vielfaches ansteigen.
Die Trinkmenge sollte beim gesunden Menschen über einen längeren Zeitraum 10 Liter pro Tag nicht überschreiten.
In besonderen Fällen, z. B. bei Nierenerkrankungen oder Herzinsuffizienz, muss die Flüssigkeitsaufnahme auf eine bestimmte, vom Arzt empfohlene Menge reduziert werden.
Zuwenig Trinken - Mangelerscheinungen
Ist unsere Flüssigkeitsaufnahme zu gering, kommt es zunächst zu Ermüdungserscheinungen und Kopfschmerzen. Schon ein Verlust von 5 % des Körperwassers führt zu Herzrhythmusstörungen und einem Anstieg der Körpertemperatur, gefolgt von Verwirrtheit. Nach mehreren Tagen ohne Flüssigkeitsaufnahme kommt es unweigerlich zum Tod durch eine Verdickung des Blutes, die das Versagen des Kreislaufs zur Folge hat.
Die idealen Durstlöscher
Am besten eignen sich Wasser, Früchte- und Kräutertees sowie verdünnte Fruchtsäfte als Durstlöscher. Unverdünnt enthalten Fruchtsäfte zwar jede Menge Vitamine und Mineralsstoffe, haben aber auch einen nicht zu unterschätzenden Kaloriengehalt.
Nicht zu empfehlen sind zuckerhaltige Getränke wie Limonade, da sie ebenfalls sehr viele Kalorien enthalten und im Gegensatz zu den Fruchtsäften gemeinhin keinerlei Vitamine.
Kaffee, grüner und schwarzer Tee sowie andere coffeinhaltige Getränke sollten in Maßen getrunken werden, da sie den Körper noch zusätzlich entwässern.
Empfehlungen für Sportler
Im Schweiß gehen neben Wasser auch Elektrolyte verloren. Der Sportler sollte besonderes Augenmerk auf den Ausgleich der Natriumverluste legen. Da es beim Sport auch zu einem Mangel an Kohlenhydraten kommen kann, soll laut dem Arbeitskreis „Sport und Ernährung“ der DGE ein optimales Sportgetränk pro Liter 40-60 g schnell resorbierbare Kohlenhydrate und 300-1000 mg Natrium enthalten. Gut geeignet sind hierfür selbst gemischte Schorlen aus kaliumarmen Säften wie Apfel- und Johannisbeersaft, die im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit Mineralwasser gemischt werden.
Isotonische Getränke
Als isotonisch werden Getränke bezeichnet, die im Bezug auf die Anzahl an gelösten Teilchen dem Blut entsprechen Die Inhaltsstoffe dieser Getränke werden schneller resorbiert als die anderer Getränke. Allerdings entsprechen die meisten im Handel angebotenen, als isotonisch bezeichneten Getränke nicht diesen Vorgaben. Sie enthalten oft zuwenig Kohlenhydrate und zuviel Natrium oder andere Mineralstoffe. Die selbstgemischten Schorlen sind diesen meist teuren Getränken als Sportgetränk weit überlegen.